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Carl Huter wurde am 9. Oktober 1861 in der Nähe von Hildesheim geboren. Nach dem Tod seines Vaters (1868) wuchs er auf dem Bauernhof seines Onkels auf.
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In der Schule fiel seine Begabung, sein Umfeld detailliert wahrzunehmen und kritisch zu hinterfragen, früh auf. Schon früh fiel ihm die Verschiedenartigkeit der Menschen auf, sowie der Zusammenhang zwischen äußeren und charakterlichen Ähnlichkeiten, die er bei den Menschen in seiner Umgebung beobachtete. Durch Lehren und selbständige Studien erlangte er tiefe Einblicke in die Wirkungsweise und Funktionalität der Natur, die seine Werke in ihrer Vielfältigkeit wahrnehmen und verstehen. 1882 entwarf Huter ein erstes Schema der Naturelle zur Berechnung der Harmonie zwischen zwei oder mehr Menschen. Diese Naturelllehre basiert auf der Grundlage der Keimblattheorie. 1899 begründet er wissenschaftlich die Lehre vom Empfindungsvermögen der Materie und zwischen 1904 und 1906 erscheint sein Hauptwerk, „Menschenkenntnis durch Körper-, Lebens- und Gesichtsausdruckskunde auf neuen wissenschaftlichen Grundlagen“ in fünf als Lehrbücher gegliederten Bänden. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt. Um ihn und sein Umfeld in Zusammenhang zu bringen, werden alle Bereiche, die ihn berühren, hinzugezogen. Um das zu erreichen, hat sich Huter sein Leben lang mit allem sehr ausgiebig und tiefgründig beschäftigt, das ihm begegnet ist, was die Vielfältigkeit der Themen, die er in seinen Werken behandelt, belegt: Religion, Politik, Anthropologie, Heilkunde, bildende Künste, Rechtswesen, Soziologie und andere waren neben der Naturwissenschaft Grundlage für seine Entwicklung der Menschenkenntnis, von der die Psycho-Physiognomik ein wesentlicher Teil ist. |
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